Die gesundheitlichen Aspekte von grünem Tee, weißem Tee, Pu-Erh & Rooibos.

Die wesentlichen Bestandteile

  • Vitamin B1: Fördert den Kohlenhydratabbau in der Leber.
  • Vitamin B2: Wichtig für den Abbau von Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten, wirkt aufbauend, unterstützt den Aufbau und Abbauprozess der roten Blutkörperchen. 
  • Vitamin B3: Unterstützt den Aufbauprozess von Hormonen.
  • Vitamin B5: Anti-Stress, Entgiftung.
  • Vitamin C: Stimuliert die Zellaktivität, unterstützt den Abbau von freien Radikalen, wichtig für Vit.E, baut Kollagen auf. Grüner Tee hat so viel Vitamin C wie frische Zitronen.
  • Eiweiß: 6%
  • Kalzium: Knochendichte, stabilisiert Zellmembranen.
  • Kalium: Erleichtert Impulsübertragungen im Nervensystem, stabilisiert den Blutdruck, gemeinsam mit Kalzium reguliert es das Säure-Basen-Gleichgewicht.
  • Zink: Unterstützt Hormone, z. B. Blutzuckerspiegel, wirkt als Antioxidans und ist Bestandteil in über 200 Enzymen.
  • Fluor: Im Tee ist es mit Kalzium und Kalium verbunden, schützt vor Karies.
  • Mangan: Wichtig im Bindegewebe, für die Knochen und die Aktivierung von Enzymen.

Einführung

Tee ist ein altes Getränk, gebrüht mit Geschichte, Romantik und von vielen geliebt. Tatsächlich ist Tee so beliebt, dass er nach Wasser das meist konsumierte Getränk auf der Welt ist. Obwohl der Tee einen bescheidenen Anfang hatte (er wurde zufällig entdeckt), verteilte sich seine Beliebtheit schnell von seinem Ursprungsland China bis hin nach Europa und Amerika. Im Laufe der Geschichte hatte Tee stets den Ruf der Leber zu helfen, Typhus zu bekämpfen, den Körper zu reinigen und das seelische Gleichgewicht zu bewahren. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben Forscher sich näher mit den möglichen gesundheitlichen Aspekten des Tees beschäftigt und dabei herausgefunden, dass viele der Legenden um den Tee tatsächlich wahr sein könnten.

Was bewirkt Tee im Körper

Tee enthält Flavonoide, natürlich vorkommende Verbindungen, die angeblich antioxidative Eigenschaften haben. Antioxidantien neutralisieren die freien Radikale, die laut einiger Wissenschaftler im Laufe der Zeit Schaden im Körper anrichten können, wie zum Beispiel am genetischen Material und den Lipiden, sowie zu chronischen Krankheit beitragen.

Jüngste Forschungen haben die möglichen gesundheitlichen Eigenschaften von Tee durch Studien an Mensch- und Tiermodellen und durch in-vitro-Forschung im Labor untersucht. Die Studien wurden an Grün- und Schwarztees durchgeführt, die beide von der Pflanze Camellia Sinensis stammen und ähnliche Ergebnisse erzielt haben. Neueste Untersuchungen zeigen, dass Tee und Tee-Flavonoide eine wichtige Rolle in verschiedenen Bereichen der Gesundheit spielen können und durch eine Reihe von unterschiedlichen Mechanismen auf den Körper wirken. Die neuesten Ergebnisse enthalten:

  • Die antioxidativen Eigenschaften von Tee-Flavonoiden können eine Rolle bei der Verringerung des Risikos von Herz-Kreislauf-Krankheiten durch eine Verringerung der Lipidoxidation1 spielen. So können Herzinfarkte und Schlaganfälle 2,3 verringert werden, ebenso kann es Auswirkungen auf die Blutgefäß-Funktion haben, ein wichtiger Bestandteil der kardiovaskulären Gesundheit.
  • Tee-Flavonoide können das Risiko für bestimmte Krebsarten durch die Hemmung der oxidativen Veränderungen in der DNA durch freie Radikale und einige Krebserreger1 verringern. Tee kann auch programmierten Zelltod oder Apoptose5 fördern, und er reduziert die Geschwindigkeit der Zellteilung und hemmt damit das Wachstum von abnormalen Zellen1.
  • Tee-Trinken wird mit Zahngesundheit6 und gesunden Knochen7 in Verbindung gebracht.
  • Studien beweisen, dass auch andere Bestandteile des Tees das menschliche Immunsystem unterstützen8.

Tee für die Herz-Kreislauf-Gesundheit

Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig drei oder mehr Tassen schwarzen Tee am Tag konsumieren, ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle aufweisen. Klinische Studien behaupten, dass diese Risikoverringerung im Zusammenhang mit schwarzem Tee mit Verbesserungen bei einigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängt; der Cholesterinspiegel wird gesenkt, die Funktion der Blutgefäße wird verbessert und oxidative Schäden werden verringert.

Während Wissenschaftler noch die Mechanismen erforschen, mit denen Tee-Flavonoide auf den Körper wirken, haben einige Studien herausgefunden, dass beim Tee-Konsum eine Kombination aus verschiedenen Mechanismen die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessert. Wichtige Bereiche der Forschung im Zusammenhang mit Tee und der Herz-Kreislauf-Gesundheit beinhalten Blutgefäße und endotheliale Funktion, oder die Fähigkeit der Blutgefäße sich zu weiten um einen einwandfreien Blutfluss zu ermöglichen, den Serum-Cholesterinspiegel und "Low Density Lipoprotein (LDL)" Cholesterin Oxidation. Jeder dieser Faktoren beeinflusst das Risiko eines Herzinfarkts, eines Schlaganfalls oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die folgenden Forschungsergebnisse wurden im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tee erzielt:

Koronare Herzerkrankung (KHK)

  • Es wurden insgesamt 3430 Männer und Frauen im Alter von 30 - 70 Jahren im Zuge der Saudi Coronary Artery Disease Studie untersucht und bei 6,3 % von ihnen wurden Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung festgestellt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass jene, die mehr als sechs Tassen grünen Tee am Tag tranken (>480 mg), bedeutend bessere Werte hatten als die, die keinen Tee tranken - dabei wurden Faktoren wie Geschlecht und Rauchen9 berücksichtigt. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass der Konsum von sechs oder mehr Tassen schwarzen Tee am Tag mit einem niedrigeren Serum-Cholesterin- und Triglycerid-Spiegel verbunden ist.
  • Holländische Wissenschaftler fanden heraus, dass Studienteilnehmer bei einem Konsum von ein bis zwei Tassen Schwarztee pro Tag ein 46% geringeres Risiko aufwiesen, an einer schweren Atherosklerose der Aorta zu erkranken, einem starken Indiz für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den Teilnehmern, die mehr als vier Tassen am Tag tranken, wurde ein 69% geringeres Risiko festgestellt10.

Herzkrankheiten

  • Die Zutphen-Studie, in der 805 männliche Probanden über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg untersucht wurden, ergab, dass die Häufigkeit von tödlichen und nicht-tödlichen ersten Herzinfarkten und die Sterberate bei Schlaganfällen durch die Aufnahme von Flavonoiden deutlich zurückgegangen ist. Flavonoide kommen größtenteils in Tee vor und die Wirkung ist abhängig von der Dosis. 2.In einer Fortsetzung dieser Studie wurde festgestellt, dass eine hohe Aufnahme von Flavonoiden das Risiko von Schlaganfällen bei den Teilnehmern der Studie deutlich senkte3.
  • In einer Harvard-Studie wurden 340 Männer und Frauen untersucht, die Herzinfarkte erlitten hatten. Die Ergebnisse wurden mit entsprechenden Kontrollpersonen verglichen, wobei festgestellt wurde, dass bei den Personen, die eine oder mehr Tassen schwarzen Tee am Tag tranken, das Risiko an einem Herzinfarkt zu erleiden 44 % geringer war, als bei den Nicht-Teetrinkern11.
  • Eine weitere Harvard-Studie fand kürzlich bei der Untersuchung von 1.900 Probanden heraus, dass jene, die im Laufe des Jahres vor ihrem Herzinfarkt regelmäßig Tee tranken, zu 44% bessere Chancen hatten, die auf den Infarkt folgenden 3 bis 4 Jahre zu überleben. Bei den Probanden, die weniger als 14 Tassen Tee pro Wochen tranken, wurde eine 28% geringere Sterberate festgestellt – bei denen, die mehr als 14 Tassen Tee pro Wochen tranken, wurde eine 44% geringere Sterberate im Vergleich zu Nicht-Teetrinkern festgestellt12.
  • Eine aktuelle Meta-Analyse fand heraus, dass der Konsum von drei Tassen Tee pro Tag die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, um 11% verringern kann14.
  • Cholesterin: Wissenschaftler aus dem United States Department of Agriculture (USDA) untersuchten den Effekt von Tee auf 15 erwachsene Teilnehmer mit leicht erhöhtem Cholesterinwert, die einer „Schritt I“ Diät folgten, welche relativ fett- und cholesterinarm ist und von der American Heart Association und dem National Cholesterol Education Program empfohlen wird. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Teilnehmer nach drei Wochen bei 5 Tassen schwarzem Tee pro Tag, im Vergleich zu Probanden mit Placebo-Getränken, ihre „schlechten“ Cholesterinwerte um 11,1 % und ihre gesamten Cholesterinwerte um 6,5 % reduzieren konnten15.

Andere Herz-Kreislauf Risikofaktoren

  • Eine neue klinische Studie zeigte, dass kurz- und langfristiger Konsum von schwarzem Tee bei Patienten mit koronaren Herzerkrankungen die endotheliale Funktion der Blutgefäße auf ein Niveau ähnlich dem von gesunden Teilnehmern16 zurückversetzt. Die endotheliale Funktion ist die Fähigkeit der Blutgefäße, sich als Reaktion auf erhöhten Blutfluss zu erweitern.
  • Eine weitere klinische Studie ergab, dass der regelmäßige Konsum von Tee zu einem deutlichen und stetigen Anstieg der Endothel-abhängigen und Endothel-unabhängigen Gefäßerweiterung17führt. Patienten mit leicht erhöhten Cholesterinwerten oder Triglycerid-Konzentrationen konsumierten über einen Zeitraum von vier Wochen hinweg täglich entweder fünf Tassen schwarzen Tee oder heißes Wasser. Die Forscher nahmen an, dass ein Mechanismus für die offensichtlich positiven Wirkungen von Tee auf die kardiovaskuläre Gesundheit diese verbesserte gefäßerweiternde Funktion sein könnte.
  • Ein in vitro-Studie zeigte, dass Grüntee-Polyphenole die Wucherung der glatten Muskelzellen der Aorta hemmen, und somit die Entwicklung von Atherosklerose verhindern18.
  • In-vitro-Studien haben ergeben, dass Tee Flavonoide 'Low Density Lipoproteine' (LDL) vor Oxidation schützen, Plasma Lipid-Peroxidation, die Thrombozytenaggregation und Thromboxan-Bildung verhindern - alles Faktoren, die für die Aufrechterhaltung eines gesunden Kreislaufsystems19,20 von Bedeutung sind. Tierversuche sind vielversprechend, aber die Studien an menschlichen Patienten über die Wirkung von Tee auf die LDL-Oxidation sind bis heute nicht schlüssig.

Die Rolle von Tee bei der Krebsrisikominderung

Vorläufige Untersuchungen zeigen, dass Flavonoide in grünem Tee eine Rolle bei der menschlichen Krebsrisikominderung spielen könnten, möglicherweise durch die Bekämpfung der Schäden durch freie Radikale, durch die Hemmung des unkontrollierten Zellwachstums (Proliferation), sowie durch die Förderung des programmierten Zelltods (Apoptose). Führende Wissenschaftler weltweit untersuchen aktiv diese potentiellen Mechanismen und klinische Studien sowie Bevölkerungsstudien sind im Gange. Mehr Beweise sind erforderlich, bevor endgültige Schlussfolgerungen gezogen werden können. Neuere Erkenntnisse beinhalten:

  • Eine aktuelle Studie ergab, dass bei Rauchern, die vier Tassen entkoffeinierten grünen Tee pro Tag tranken im Vergleich zu denen, die vier Tassen Wasser tranken, eine 31-prozentige Abnahme der Biomarker für oxidative DNA-Schäden in den weißen Blutzellen festgestellt wurde. Oxidative DNA-Schäden werden mit der Entwicklung verschiedener Krebsarten in Verbindung gebracht21.
  • Das in grünem Tee enthaltene Epigallocatechingallat (EGCG) könnte normale Zellen vor Krebserregern schützen und Krebszellen durch Apoptose beseitigen. Forscher testeten die potenziellen Anti-Krebs-Vorteile von Grüntee Polyphenol, EGCG, in Hamsterzellen und entdeckten, dass EGCG DNA Veränderungen und Schäden durch Karzinogene unterdrückt. EGCG schützt auch vor weiteren Schäden der Karzinogene und verhindert das Wachstum und die Vermehrung von Krebszellen22.

Krebs im Verdauungssystem

  • Eine epidemiologische Studie an der Universität von North Carolina ergab, dass der Konsum von 2,5 Tassen Tee oder mehr pro Tag mit einem 60%igen Rückgang des rektalen Krebsrisikos bei den russischen Frauen aus Moskau verbunden war, im Vergleich zu Frauen, die weniger als 1,2 Tassen Tee pro Tag tranken. Bei den Frauen, die etwa 1,2 bis 2,5 Tassen Tee pro Tag tranken, wurde ein 52%iger Rückgang des rektalen Krebsrisikos festgestellt23.
  • Basierend auf den Daten der NHANES I Follow-Up-Studie (NHEFS) fanden Forscher heraus, dass Teetrinker im Vergleich zu nicht-Teetrinkern ein etwa 42% geringeres Risiko hatten, an Darmkrebs zu erkranken. Männer, die mehr als 1,5 Tassen Tee pro Tag tranken, hatten ein um 70% niedrigeres Risiko für Dickdarmkrebs24.
  • Forscher untersuchten eine Gruppe von über 34.000 postmenopausalen gesunden Frauen zwischen 55 und 69 Jahren über einen Zeitraum von 12 Jahren hinweg. Dort wurde festgestellt, dass diejenigen, die große Mengen an Catechinen konsumierten, einen Rückgang von bis zu 45% im Fall von Rektumkarzinomen erlebten. Catechine sind eine Sorte der Flavonoide in Tee, Obst und Gemüse. Catechine aus Tee wirken am stärksten gegen rektalen Krebs25.
  • Die Iowa Women's Studie, die postmenopausale Frauen im Alter zwischen 55 und 69 acht Jahre lang regelmäßig untersuchte, ergab, dass Teilnehmer, die zwei oder mehr Tassen Tee pro Tag tranken, ein um jeweils 32% und 60% reduziertes Risiko bei der Entwicklung von Magen-und Harnwegs-Krebsarten hatten26.
  • Eine Studie, die mit den Mitgliedern der Shanghai-Kohorte durchgeführt wurde (18.244 Männer im Alter von 45-64 Jahren zu Beginn der Studie, mit bis zu 12 Jahren Nachuntersuchung), ergab eine statistisch signifikante inverse Beziehung zwischen positiven Tee-Polyphenol Werten (im Urin gemessen) und Magenkrebs27.
  • Bei einer großen bevölkerungsbasierten Fall-Kontroll-Studie wurde entdeckt, dass eine inverse Beziehung zwischen dem Konsum von grünem Tee und dem Risiko für Dickdarm, Rektum-und Bauchspeicheldrüsenkrebs besteht. Männliche Teilnehmer, die etwa 4,5 Portionen Tee am Tag tranken, hatten einen 18%igen Rückgang beim Dickdarmkrebs-Risiko und ein 28% verringertes Risiko an einem Rektumkarzinom zu erkranken. Bei weiblichen Teilnehmern, die 3 Portionen Tee am Tag tranken, wurde ein vermindertes Risiko von Dickdarm-und Mastdarmkrebs um 33% und um 43% festgestellt. Das Risiko von Bauchspeicheldrüsenkrebs konnte auch bei Männern und Frauen um jeweils 37% und 47% reduziert werden28.
  • Forscher überprüften, ob eine Kombination aus zwei Verbindungen, die Anti-Krebs-Aktivität aufweisen - Polyphenol aus grünem Tee, EGCG und Sulindac (ein nicht-steroidales entzündungshemmendes Arzneimittel) - synergistisch arbeiten, um Darmkrebsentstehung bei Ratten zu verhindern. Befunde legen nahe, dass EGCG und Sulindac zusammen arbeiten, um präkanzeröse Läsionsbildung durch eine Verbesserung des programmierten Zelltods (Apoptose) zu unterdrücken29.
  • Forscher versuchten, die Wirkung von Schwarztee Polyphenolen (BTP) auf induzierte DNA-Schäden an Dickdarm-Schleimhäuten an einem Tiermodell zu untersuchen. Ergebnisse deuten darauf hin, dass induzierte DNA-Schäden an der Darmschleimhaut durch den Verzehr von Schwarztee Polyphenolen verhindert werden30.
  • Die Hauptverbindungen von grünem und schwarzem Tee, EGCG und Theaflavin, sind dafür bekannt, Proteine zu hemmen, die eng mit Tumorwachstum und Metastasierung assoziiert sind. Diese Polyphenole zeigten Apoptose-induzierende Aktivitäten für menschliche Dickdarm-Krebszelllinien31.
  • Forscher in Taiwan entdeckten eine Verbindung zwischen EGCG und der Krebsrisikominderung. Die Forscher fanden heraus, dass das Grüntee-Polyphenol die Wucherung von Krebszellen durch das Induzieren von Zelltod und durch das Blockieren der Zellzyklusprogression verhindert32.
  • Laut einer Studie der Universität von Arizona hatten Teilnehmer, die eisgekühlten Schwarztee mit Zitrusschalen tranken, ein 42 Prozent geringeres Risiko an Hautkrebs33 zu erkranken. Der Konsum von heißem schwarzen Tee wird mit einem signifikant niedrigeren Risiko für Plattenepithelkarzinome (SCC)34, einer Form von Hautkrebs assoziiert; Tee-Konzentration (Stärke), Brühzeit und Temperatur beeinflussen die möglichen schützenden Wirkungen von heißem schwarzen Tee. Der Konsum von grünem oder schwarzem Tee verringert die Anzahl der Tumore bei Mäusen nach der Belichtung mit UV-Strahlung35. Grüntee-Polyphenole können krebshemmendes Potential haben, besonders im Falle des solaren UV-induzierten Krebs36. Untersuchungen zeigen, dass Verbindungen in grünem Tee die Haut vor ultravioletten strahleninduzierten Schäden (UV) bei äußerlicher Anwendung schützen können37. Äußerliche Behandlungen von Grüntee-Polyphenolen auf der menschlichen Haut vor der Belastung durch UV-Strahlen hemmen Indikatoren von DNA-Schäden und verhindern somit Photokarzinogenese oder UV-induzierten Hautkrebs38. Experimente zeigten, dass die Verabreichung von Grüntee, Schwarztee oder bestimmten Flavonoiden im Tee das Wachstum der etablierten nicht-malignen und malignen Hauttumore in tumortragenden Mäusen hemmte. Außerdem verhindert die orale Verabreichung von Schwarztee die DNA-Synthese und verbesserte den Zelltod (Apoptose) bei sowohl nicht-malignen als auch malignen Tumoren bei Mäusen39.

Mundkrebs

  • Eine menschliche Interventionsstudie prüfte die Wirkung einer Behandlung von oberflächlichen Krebsvorstufen (Leukoplakie) in der Schleimhaut des Mundes mit einem Tee-Mischprodukt. Nach der sechsmonatigen Studie wurden bei 37,9 Prozent der mit Tee behandelten Patienten teilweise Rückbildungen der Läsionen festgestellt - im Vergleich zu nur 10 Prozent der Personen, die mit einem Placebo behandelt wurden40.
  • Forscher überprüften die Wirkung von Tee und Curcumin, ein Gewürz und Lebensmittelfarbmittel, auf Mundkrebs bei Hamstern. Die Hamster wurden sechs Wochen lang dreimal pro Woche mit einem krebsauslösenden Mittel topisch in der Wange behandelt. Zwei Tage nach der letzten Behandlung mit dem Mittel wurde den Hamstern entweder Grüntee als Trinkwasser-Flüssigkeit gegeben, drei Mal pro Woche oberflächlich Curcumin aufgetragen, eine Kombination aus der Grüntee und Curcumin-Behandlung gegeben oder es wurde für 18 Wochen keine Behandlung angewandt. Am Ende dieser Zeit beobachteten die Forscher, dass die Kombination aus Tee und Curcumin die Anzahl der sichtbaren Tumore und das Tumorvolumen deutlich verringerte. Außerdem erhöhte die Anwendung von Tee allein und in Kombination mit Curcumin den Krebs Zelltod bzw. Apoptose41.
  • Einige Studien verglichen Gruppen von Mäusen, bei denen diese mit einem Tabak-spezifischen Karzinogen behandelt wurden und entweder mit Wasser oder mit Tee angereichertem Wasser mit Antioxidantien gefüttert wurden. Die mit Tee gefütterten Mäuse entwickelten 24 Prozent weniger Lungentumore und die durchschnittliche Größe der Tumore war im Vergleich 38 Prozent kleiner als die Tumore der nur mit Wasser gefütterten Mäuse42,43.

Eierstockkrebs

  • Eine in China durchgeführte Fall-Kontroll-Studie, die sich mit 254 Patienten mit histologisch bestätigtem epithelialen Eierstockkrebs und 652 Kontrollpersonen beschäftigte, bestimmte den Tee Verbrauch auf Grundlage eines validierten Fragebogens und stellte fest, dass nach Berücksichtigung der demographischen Faktoren, Lebensstil und familiäre Einflüssen, das Eierstockkrebsrisiko mit zunehmender Häufigkeit und Dauer des gesamten Tee-Verbrauchs sank44.

Tee für die Immunfunktion

  • Forscher des Brigham and Women's Hospital und der Harvard University veröffentlichten vor kurzem neue Daten, die darauf hinweisen, dass Tee eine Komponente enthält, die den Körper dabei unterstützt Infektion und Krankheiten abzuwehren. Das Trinken von Tee könnte ebenfalls das Immunsystem stärken.
  • Die Forscher identifizierten eine Substanz im Tee, L -theanine, die das Immunsystem im Kampf gegen Infektion, Bakterien, Viren und Pilze unterstützt. Eine anschließende klinische Studie am Menschen zeigte, dass bestimmte Immunzellen der Teilnehmer, die in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen fünf Tassen schwarzen Tee am Tag tranken, bis zu vier Mal mehr Interferon absonderten als zu Beginn der Studie. Interferon ist ein wichtiger Teil der körpereigenen Immunabwehr.
  • Der Konsum der gleichen Menge Kaffee für die gleiche Dauer hatte keine Wirkung auf den Interferonspiegel. Die Autoren dieser Studie legen nahe, dass das Trinken von schwarzem Tee das Immunsystem mit einem natürlichen Widerstand gegen mikrobielle Infektionen versorgt45.

Tee für die Mundgesundheit

  • Tee kann auch zur Mundgesundheit beitragen. Die Flavonoide im Tee können die Plaque-bildende Fähigkeit der Mundbakterien verhindern und das Fluorid im Tee kann den gesunden Zahnschmelz unterstützen46,47.
  • Eine aktuelle Studie am New York University Dental Center untersuchte die Auswirkungen von Schwarztee-Extrakt auf die Zahnkariesbildung bei Hamstern. Im Vergleich zu denen, die reines Wasser zur Nahrung bekamen, entwickelten die Hamster, die Wasser mit Schwarztee Extrakt tranken, bis zu 63,7 Prozent weniger Karies48.

Tee und Fettleibigkeit

Vorläufige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Teekonsum eine Wirkung auf das Körpergewicht, auf die Fettbildung und die Insulinaktivität hat. Obwohl es bisher noch zu früh ist, aufgrund der ersten Forschungsergebnisse solide Rückschlüsse zu ziehen, sind die wichtigsten Erkenntnisse bisher:

  • Es wurde festgestellt, dass Grüntee Extrakt den 24 Stunden Energieverbrauch und die Fettverbrennung bei gesunden Männern deutlich erhöht49.
  • Nach drei Monaten Konsum von Grüntee Extrakt durch mäßig übergewichtige Patienten, verringerte sich das Körpergewicht um 4,6 Prozent und der Taillenumfang um 4,48 Prozent50.
  • Die Forscher untersuchten Mäuse, denen für 11 Monate entweder eine fettarme Ernährung, fettreiche Ernährung oder fettreiche Ernährung ergänzt durch 0,1-0,5 Prozent Tee-Catechin zugeführt wurde. Die Wissenschaftler maßen dann das Körpergewicht, die Fettmasse und den Leberfettgehalt und stellten fest, dass die Ergänzung durch Tee-Catechine zu einer signifikanten Reduktion der hohen Gewichtszunahme und viszeralen sowie Leberfettansammlung führte51.
  • Forscher von dem United States Department of Agriculture (USDA) haben eine Studie durchgeführt, um die Insulin-fördernden Eigenschaften von Tee und seinen Komponenten zu untersuchen. Bei einem in-vitro Versuch mit einem Fettzelltest wurde festgestellt, dass Tee, wie er normalerweise konsumiert wird, die Insulinaktivität 15-fach erhöht. Grüner, Schwarzer und Oolong-Tee lieferten alle Insulin-fördernde Ergebnisse. Die Forscher trennten unter Verwendung einer Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie die Komponenten des Tees und fanden heraus, dass verschiedene bekannte Verbindungen im Tee Insulin verbessern, sie helfen Zellen dieses Hormon zu erkennen und darauf zu reagieren - die größte Aktivität wurde durch EGCG ausgelöst, gefolgt von Epicatechingallat, Gerbstoffen, und Theaflavinen52.

Tee und ein geringeres Risiko für Nierensteine

Erhöhte Zufuhr von Flüssigkeiten wird routinemäßig für Menschen mit Nierensteinen empfohlen, um die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens zu verhindern. Eine aktuelle Studie, die 81.093 Frauen acht Jahre lang untersuchte, ergab, dass die Getränkewahl auch Auswirkungen auf die Entwicklung von Nierensteinen haben kann. Die Studie fand heraus, dass der Konsum jeder Acht-Unzen Tasse Tee täglich bei weiblichen Teilnehmern ohne vorheriges Vorkommen von Nierensteinen das Risiko der Entwicklung von Nierensteinen um acht Prozent senken kann. Eine frühere Studie bei 45.289 Männern berichtet eine ähnliche Beziehung, was darauf hindeutet, dass für jede Acht-Unzen Portion Tee täglich ein 14 prozentiger Rückgang bei der Gefahr einer Nierenstein-Entwicklung beobachtet wurde54.

Tee und ein verringertes Risiko von Osteoporose

Obwohl vermutet wird, dass eine hohe Aufnahme an Koffein ein Risikofaktor für reduzierte Knochenmineraldichte (BMD) sein kann, zeigt die Forschung, dass Teegenuss die BMD nicht negativ beeinflusst - es gibt sogar Ergebnisse, die nahelegen, dass Tee auch eine positive Rolle bei der Gesundheit der Knochen spielen kann. Eine Studie, die kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, stellte fest, dass ältere teetrinkende Frauen höhere BMD-Messungen hatten als diejenigen, die keinen Tee tranken. Die Forscher stellten fest, dass die Flavonoide im Tee die Knochenmasse beeinflussen können und, dass Teegenuss das Risiko von Osteoporose55 verringern könnte. Eine weitere aktuelle Studie ergab, dass gewohnheitsmäßiger Teegenuss eine signifikant positive Wirkung auf die Knochendichte bei Erwachsenen hat (30 Jahre und älter), vor allem bei denen, die bereits seit sechs oder mehr Jahren regelmäßig Tee trinken56. Studien an jugendlichen57 und postmenopausalen Frauen58 fanden keinen Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum und Knochengesundheit.

 

Die wesentlichen Bestandteile Vitamin B1: Fördert den Kohlenhydratabbau in der Leber. Vitamin B2: Wichtig für den Abbau von Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten, wirkt aufbauend, unterstützt... mehr erfahren »
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Die gesundheitlichen Aspekte von grünem Tee, weißem Tee, Pu-Erh & Rooibos.

Die wesentlichen Bestandteile

  • Vitamin B1: Fördert den Kohlenhydratabbau in der Leber.
  • Vitamin B2: Wichtig für den Abbau von Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten, wirkt aufbauend, unterstützt den Aufbau und Abbauprozess der roten Blutkörperchen. 
  • Vitamin B3: Unterstützt den Aufbauprozess von Hormonen.
  • Vitamin B5: Anti-Stress, Entgiftung.
  • Vitamin C: Stimuliert die Zellaktivität, unterstützt den Abbau von freien Radikalen, wichtig für Vit.E, baut Kollagen auf. Grüner Tee hat so viel Vitamin C wie frische Zitronen.
  • Eiweiß: 6%
  • Kalzium: Knochendichte, stabilisiert Zellmembranen.
  • Kalium: Erleichtert Impulsübertragungen im Nervensystem, stabilisiert den Blutdruck, gemeinsam mit Kalzium reguliert es das Säure-Basen-Gleichgewicht.
  • Zink: Unterstützt Hormone, z. B. Blutzuckerspiegel, wirkt als Antioxidans und ist Bestandteil in über 200 Enzymen.
  • Fluor: Im Tee ist es mit Kalzium und Kalium verbunden, schützt vor Karies.
  • Mangan: Wichtig im Bindegewebe, für die Knochen und die Aktivierung von Enzymen.

Einführung

Tee ist ein altes Getränk, gebrüht mit Geschichte, Romantik und von vielen geliebt. Tatsächlich ist Tee so beliebt, dass er nach Wasser das meist konsumierte Getränk auf der Welt ist. Obwohl der Tee einen bescheidenen Anfang hatte (er wurde zufällig entdeckt), verteilte sich seine Beliebtheit schnell von seinem Ursprungsland China bis hin nach Europa und Amerika. Im Laufe der Geschichte hatte Tee stets den Ruf der Leber zu helfen, Typhus zu bekämpfen, den Körper zu reinigen und das seelische Gleichgewicht zu bewahren. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben Forscher sich näher mit den möglichen gesundheitlichen Aspekten des Tees beschäftigt und dabei herausgefunden, dass viele der Legenden um den Tee tatsächlich wahr sein könnten.

Was bewirkt Tee im Körper

Tee enthält Flavonoide, natürlich vorkommende Verbindungen, die angeblich antioxidative Eigenschaften haben. Antioxidantien neutralisieren die freien Radikale, die laut einiger Wissenschaftler im Laufe der Zeit Schaden im Körper anrichten können, wie zum Beispiel am genetischen Material und den Lipiden, sowie zu chronischen Krankheit beitragen.

Jüngste Forschungen haben die möglichen gesundheitlichen Eigenschaften von Tee durch Studien an Mensch- und Tiermodellen und durch in-vitro-Forschung im Labor untersucht. Die Studien wurden an Grün- und Schwarztees durchgeführt, die beide von der Pflanze Camellia Sinensis stammen und ähnliche Ergebnisse erzielt haben. Neueste Untersuchungen zeigen, dass Tee und Tee-Flavonoide eine wichtige Rolle in verschiedenen Bereichen der Gesundheit spielen können und durch eine Reihe von unterschiedlichen Mechanismen auf den Körper wirken. Die neuesten Ergebnisse enthalten:

  • Die antioxidativen Eigenschaften von Tee-Flavonoiden können eine Rolle bei der Verringerung des Risikos von Herz-Kreislauf-Krankheiten durch eine Verringerung der Lipidoxidation1 spielen. So können Herzinfarkte und Schlaganfälle 2,3 verringert werden, ebenso kann es Auswirkungen auf die Blutgefäß-Funktion haben, ein wichtiger Bestandteil der kardiovaskulären Gesundheit.
  • Tee-Flavonoide können das Risiko für bestimmte Krebsarten durch die Hemmung der oxidativen Veränderungen in der DNA durch freie Radikale und einige Krebserreger1 verringern. Tee kann auch programmierten Zelltod oder Apoptose5 fördern, und er reduziert die Geschwindigkeit der Zellteilung und hemmt damit das Wachstum von abnormalen Zellen1.
  • Tee-Trinken wird mit Zahngesundheit6 und gesunden Knochen7 in Verbindung gebracht.
  • Studien beweisen, dass auch andere Bestandteile des Tees das menschliche Immunsystem unterstützen8.

Tee für die Herz-Kreislauf-Gesundheit

Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig drei oder mehr Tassen schwarzen Tee am Tag konsumieren, ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle aufweisen. Klinische Studien behaupten, dass diese Risikoverringerung im Zusammenhang mit schwarzem Tee mit Verbesserungen bei einigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängt; der Cholesterinspiegel wird gesenkt, die Funktion der Blutgefäße wird verbessert und oxidative Schäden werden verringert.

Während Wissenschaftler noch die Mechanismen erforschen, mit denen Tee-Flavonoide auf den Körper wirken, haben einige Studien herausgefunden, dass beim Tee-Konsum eine Kombination aus verschiedenen Mechanismen die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessert. Wichtige Bereiche der Forschung im Zusammenhang mit Tee und der Herz-Kreislauf-Gesundheit beinhalten Blutgefäße und endotheliale Funktion, oder die Fähigkeit der Blutgefäße sich zu weiten um einen einwandfreien Blutfluss zu ermöglichen, den Serum-Cholesterinspiegel und "Low Density Lipoprotein (LDL)" Cholesterin Oxidation. Jeder dieser Faktoren beeinflusst das Risiko eines Herzinfarkts, eines Schlaganfalls oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die folgenden Forschungsergebnisse wurden im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tee erzielt:

Koronare Herzerkrankung (KHK)

  • Es wurden insgesamt 3430 Männer und Frauen im Alter von 30 - 70 Jahren im Zuge der Saudi Coronary Artery Disease Studie untersucht und bei 6,3 % von ihnen wurden Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung festgestellt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass jene, die mehr als sechs Tassen grünen Tee am Tag tranken (>480 mg), bedeutend bessere Werte hatten als die, die keinen Tee tranken - dabei wurden Faktoren wie Geschlecht und Rauchen9 berücksichtigt. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass der Konsum von sechs oder mehr Tassen schwarzen Tee am Tag mit einem niedrigeren Serum-Cholesterin- und Triglycerid-Spiegel verbunden ist.
  • Holländische Wissenschaftler fanden heraus, dass Studienteilnehmer bei einem Konsum von ein bis zwei Tassen Schwarztee pro Tag ein 46% geringeres Risiko aufwiesen, an einer schweren Atherosklerose der Aorta zu erkranken, einem starken Indiz für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den Teilnehmern, die mehr als vier Tassen am Tag tranken, wurde ein 69% geringeres Risiko festgestellt10.

Herzkrankheiten

  • Die Zutphen-Studie, in der 805 männliche Probanden über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg untersucht wurden, ergab, dass die Häufigkeit von tödlichen und nicht-tödlichen ersten Herzinfarkten und die Sterberate bei Schlaganfällen durch die Aufnahme von Flavonoiden deutlich zurückgegangen ist. Flavonoide kommen größtenteils in Tee vor und die Wirkung ist abhängig von der Dosis. 2.In einer Fortsetzung dieser Studie wurde festgestellt, dass eine hohe Aufnahme von Flavonoiden das Risiko von Schlaganfällen bei den Teilnehmern der Studie deutlich senkte3.
  • In einer Harvard-Studie wurden 340 Männer und Frauen untersucht, die Herzinfarkte erlitten hatten. Die Ergebnisse wurden mit entsprechenden Kontrollpersonen verglichen, wobei festgestellt wurde, dass bei den Personen, die eine oder mehr Tassen schwarzen Tee am Tag tranken, das Risiko an einem Herzinfarkt zu erleiden 44 % geringer war, als bei den Nicht-Teetrinkern11.
  • Eine weitere Harvard-Studie fand kürzlich bei der Untersuchung von 1.900 Probanden heraus, dass jene, die im Laufe des Jahres vor ihrem Herzinfarkt regelmäßig Tee tranken, zu 44% bessere Chancen hatten, die auf den Infarkt folgenden 3 bis 4 Jahre zu überleben. Bei den Probanden, die weniger als 14 Tassen Tee pro Wochen tranken, wurde eine 28% geringere Sterberate festgestellt – bei denen, die mehr als 14 Tassen Tee pro Wochen tranken, wurde eine 44% geringere Sterberate im Vergleich zu Nicht-Teetrinkern festgestellt12.
  • Eine aktuelle Meta-Analyse fand heraus, dass der Konsum von drei Tassen Tee pro Tag die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, um 11% verringern kann14.
  • Cholesterin: Wissenschaftler aus dem United States Department of Agriculture (USDA) untersuchten den Effekt von Tee auf 15 erwachsene Teilnehmer mit leicht erhöhtem Cholesterinwert, die einer „Schritt I“ Diät folgten, welche relativ fett- und cholesterinarm ist und von der American Heart Association und dem National Cholesterol Education Program empfohlen wird. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Teilnehmer nach drei Wochen bei 5 Tassen schwarzem Tee pro Tag, im Vergleich zu Probanden mit Placebo-Getränken, ihre „schlechten“ Cholesterinwerte um 11,1 % und ihre gesamten Cholesterinwerte um 6,5 % reduzieren konnten15.

Andere Herz-Kreislauf Risikofaktoren

  • Eine neue klinische Studie zeigte, dass kurz- und langfristiger Konsum von schwarzem Tee bei Patienten mit koronaren Herzerkrankungen die endotheliale Funktion der Blutgefäße auf ein Niveau ähnlich dem von gesunden Teilnehmern16 zurückversetzt. Die endotheliale Funktion ist die Fähigkeit der Blutgefäße, sich als Reaktion auf erhöhten Blutfluss zu erweitern.
  • Eine weitere klinische Studie ergab, dass der regelmäßige Konsum von Tee zu einem deutlichen und stetigen Anstieg der Endothel-abhängigen und Endothel-unabhängigen Gefäßerweiterung17führt. Patienten mit leicht erhöhten Cholesterinwerten oder Triglycerid-Konzentrationen konsumierten über einen Zeitraum von vier Wochen hinweg täglich entweder fünf Tassen schwarzen Tee oder heißes Wasser. Die Forscher nahmen an, dass ein Mechanismus für die offensichtlich positiven Wirkungen von Tee auf die kardiovaskuläre Gesundheit diese verbesserte gefäßerweiternde Funktion sein könnte.
  • Ein in vitro-Studie zeigte, dass Grüntee-Polyphenole die Wucherung der glatten Muskelzellen der Aorta hemmen, und somit die Entwicklung von Atherosklerose verhindern18.
  • In-vitro-Studien haben ergeben, dass Tee Flavonoide 'Low Density Lipoproteine' (LDL) vor Oxidation schützen, Plasma Lipid-Peroxidation, die Thrombozytenaggregation und Thromboxan-Bildung verhindern - alles Faktoren, die für die Aufrechterhaltung eines gesunden Kreislaufsystems19,20 von Bedeutung sind. Tierversuche sind vielversprechend, aber die Studien an menschlichen Patienten über die Wirkung von Tee auf die LDL-Oxidation sind bis heute nicht schlüssig.

Die Rolle von Tee bei der Krebsrisikominderung

Vorläufige Untersuchungen zeigen, dass Flavonoide in grünem Tee eine Rolle bei der menschlichen Krebsrisikominderung spielen könnten, möglicherweise durch die Bekämpfung der Schäden durch freie Radikale, durch die Hemmung des unkontrollierten Zellwachstums (Proliferation), sowie durch die Förderung des programmierten Zelltods (Apoptose). Führende Wissenschaftler weltweit untersuchen aktiv diese potentiellen Mechanismen und klinische Studien sowie Bevölkerungsstudien sind im Gange. Mehr Beweise sind erforderlich, bevor endgültige Schlussfolgerungen gezogen werden können. Neuere Erkenntnisse beinhalten:

  • Eine aktuelle Studie ergab, dass bei Rauchern, die vier Tassen entkoffeinierten grünen Tee pro Tag tranken im Vergleich zu denen, die vier Tassen Wasser tranken, eine 31-prozentige Abnahme der Biomarker für oxidative DNA-Schäden in den weißen Blutzellen festgestellt wurde. Oxidative DNA-Schäden werden mit der Entwicklung verschiedener Krebsarten in Verbindung gebracht21.
  • Das in grünem Tee enthaltene Epigallocatechingallat (EGCG) könnte normale Zellen vor Krebserregern schützen und Krebszellen durch Apoptose beseitigen. Forscher testeten die potenziellen Anti-Krebs-Vorteile von Grüntee Polyphenol, EGCG, in Hamsterzellen und entdeckten, dass EGCG DNA Veränderungen und Schäden durch Karzinogene unterdrückt. EGCG schützt auch vor weiteren Schäden der Karzinogene und verhindert das Wachstum und die Vermehrung von Krebszellen22.

Krebs im Verdauungssystem

  • Eine epidemiologische Studie an der Universität von North Carolina ergab, dass der Konsum von 2,5 Tassen Tee oder mehr pro Tag mit einem 60%igen Rückgang des rektalen Krebsrisikos bei den russischen Frauen aus Moskau verbunden war, im Vergleich zu Frauen, die weniger als 1,2 Tassen Tee pro Tag tranken. Bei den Frauen, die etwa 1,2 bis 2,5 Tassen Tee pro Tag tranken, wurde ein 52%iger Rückgang des rektalen Krebsrisikos festgestellt23.
  • Basierend auf den Daten der NHANES I Follow-Up-Studie (NHEFS) fanden Forscher heraus, dass Teetrinker im Vergleich zu nicht-Teetrinkern ein etwa 42% geringeres Risiko hatten, an Darmkrebs zu erkranken. Männer, die mehr als 1,5 Tassen Tee pro Tag tranken, hatten ein um 70% niedrigeres Risiko für Dickdarmkrebs24.
  • Forscher untersuchten eine Gruppe von über 34.000 postmenopausalen gesunden Frauen zwischen 55 und 69 Jahren über einen Zeitraum von 12 Jahren hinweg. Dort wurde festgestellt, dass diejenigen, die große Mengen an Catechinen konsumierten, einen Rückgang von bis zu 45% im Fall von Rektumkarzinomen erlebten. Catechine sind eine Sorte der Flavonoide in Tee, Obst und Gemüse. Catechine aus Tee wirken am stärksten gegen rektalen Krebs25.
  • Die Iowa Women's Studie, die postmenopausale Frauen im Alter zwischen 55 und 69 acht Jahre lang regelmäßig untersuchte, ergab, dass Teilnehmer, die zwei oder mehr Tassen Tee pro Tag tranken, ein um jeweils 32% und 60% reduziertes Risiko bei der Entwicklung von Magen-und Harnwegs-Krebsarten hatten26.
  • Eine Studie, die mit den Mitgliedern der Shanghai-Kohorte durchgeführt wurde (18.244 Männer im Alter von 45-64 Jahren zu Beginn der Studie, mit bis zu 12 Jahren Nachuntersuchung), ergab eine statistisch signifikante inverse Beziehung zwischen positiven Tee-Polyphenol Werten (im Urin gemessen) und Magenkrebs27.
  • Bei einer großen bevölkerungsbasierten Fall-Kontroll-Studie wurde entdeckt, dass eine inverse Beziehung zwischen dem Konsum von grünem Tee und dem Risiko für Dickdarm, Rektum-und Bauchspeicheldrüsenkrebs besteht. Männliche Teilnehmer, die etwa 4,5 Portionen Tee am Tag tranken, hatten einen 18%igen Rückgang beim Dickdarmkrebs-Risiko und ein 28% verringertes Risiko an einem Rektumkarzinom zu erkranken. Bei weiblichen Teilnehmern, die 3 Portionen Tee am Tag tranken, wurde ein vermindertes Risiko von Dickdarm-und Mastdarmkrebs um 33% und um 43% festgestellt. Das Risiko von Bauchspeicheldrüsenkrebs konnte auch bei Männern und Frauen um jeweils 37% und 47% reduziert werden28.
  • Forscher überprüften, ob eine Kombination aus zwei Verbindungen, die Anti-Krebs-Aktivität aufweisen - Polyphenol aus grünem Tee, EGCG und Sulindac (ein nicht-steroidales entzündungshemmendes Arzneimittel) - synergistisch arbeiten, um Darmkrebsentstehung bei Ratten zu verhindern. Befunde legen nahe, dass EGCG und Sulindac zusammen arbeiten, um präkanzeröse Läsionsbildung durch eine Verbesserung des programmierten Zelltods (Apoptose) zu unterdrücken29.
  • Forscher versuchten, die Wirkung von Schwarztee Polyphenolen (BTP) auf induzierte DNA-Schäden an Dickdarm-Schleimhäuten an einem Tiermodell zu untersuchen. Ergebnisse deuten darauf hin, dass induzierte DNA-Schäden an der Darmschleimhaut durch den Verzehr von Schwarztee Polyphenolen verhindert werden30.
  • Die Hauptverbindungen von grünem und schwarzem Tee, EGCG und Theaflavin, sind dafür bekannt, Proteine zu hemmen, die eng mit Tumorwachstum und Metastasierung assoziiert sind. Diese Polyphenole zeigten Apoptose-induzierende Aktivitäten für menschliche Dickdarm-Krebszelllinien31.
  • Forscher in Taiwan entdeckten eine Verbindung zwischen EGCG und der Krebsrisikominderung. Die Forscher fanden heraus, dass das Grüntee-Polyphenol die Wucherung von Krebszellen durch das Induzieren von Zelltod und durch das Blockieren der Zellzyklusprogression verhindert32.
  • Laut einer Studie der Universität von Arizona hatten Teilnehmer, die eisgekühlten Schwarztee mit Zitrusschalen tranken, ein 42 Prozent geringeres Risiko an Hautkrebs33 zu erkranken. Der Konsum von heißem schwarzen Tee wird mit einem signifikant niedrigeren Risiko für Plattenepithelkarzinome (SCC)34, einer Form von Hautkrebs assoziiert; Tee-Konzentration (Stärke), Brühzeit und Temperatur beeinflussen die möglichen schützenden Wirkungen von heißem schwarzen Tee. Der Konsum von grünem oder schwarzem Tee verringert die Anzahl der Tumore bei Mäusen nach der Belichtung mit UV-Strahlung35. Grüntee-Polyphenole können krebshemmendes Potential haben, besonders im Falle des solaren UV-induzierten Krebs36. Untersuchungen zeigen, dass Verbindungen in grünem Tee die Haut vor ultravioletten strahleninduzierten Schäden (UV) bei äußerlicher Anwendung schützen können37. Äußerliche Behandlungen von Grüntee-Polyphenolen auf der menschlichen Haut vor der Belastung durch UV-Strahlen hemmen Indikatoren von DNA-Schäden und verhindern somit Photokarzinogenese oder UV-induzierten Hautkrebs38. Experimente zeigten, dass die Verabreichung von Grüntee, Schwarztee oder bestimmten Flavonoiden im Tee das Wachstum der etablierten nicht-malignen und malignen Hauttumore in tumortragenden Mäusen hemmte. Außerdem verhindert die orale Verabreichung von Schwarztee die DNA-Synthese und verbesserte den Zelltod (Apoptose) bei sowohl nicht-malignen als auch malignen Tumoren bei Mäusen39.

Mundkrebs

  • Eine menschliche Interventionsstudie prüfte die Wirkung einer Behandlung von oberflächlichen Krebsvorstufen (Leukoplakie) in der Schleimhaut des Mundes mit einem Tee-Mischprodukt. Nach der sechsmonatigen Studie wurden bei 37,9 Prozent der mit Tee behandelten Patienten teilweise Rückbildungen der Läsionen festgestellt - im Vergleich zu nur 10 Prozent der Personen, die mit einem Placebo behandelt wurden40.
  • Forscher überprüften die Wirkung von Tee und Curcumin, ein Gewürz und Lebensmittelfarbmittel, auf Mundkrebs bei Hamstern. Die Hamster wurden sechs Wochen lang dreimal pro Woche mit einem krebsauslösenden Mittel topisch in der Wange behandelt. Zwei Tage nach der letzten Behandlung mit dem Mittel wurde den Hamstern entweder Grüntee als Trinkwasser-Flüssigkeit gegeben, drei Mal pro Woche oberflächlich Curcumin aufgetragen, eine Kombination aus der Grüntee und Curcumin-Behandlung gegeben oder es wurde für 18 Wochen keine Behandlung angewandt. Am Ende dieser Zeit beobachteten die Forscher, dass die Kombination aus Tee und Curcumin die Anzahl der sichtbaren Tumore und das Tumorvolumen deutlich verringerte. Außerdem erhöhte die Anwendung von Tee allein und in Kombination mit Curcumin den Krebs Zelltod bzw. Apoptose41.
  • Einige Studien verglichen Gruppen von Mäusen, bei denen diese mit einem Tabak-spezifischen Karzinogen behandelt wurden und entweder mit Wasser oder mit Tee angereichertem Wasser mit Antioxidantien gefüttert wurden. Die mit Tee gefütterten Mäuse entwickelten 24 Prozent weniger Lungentumore und die durchschnittliche Größe der Tumore war im Vergleich 38 Prozent kleiner als die Tumore der nur mit Wasser gefütterten Mäuse42,43.

Eierstockkrebs

  • Eine in China durchgeführte Fall-Kontroll-Studie, die sich mit 254 Patienten mit histologisch bestätigtem epithelialen Eierstockkrebs und 652 Kontrollpersonen beschäftigte, bestimmte den Tee Verbrauch auf Grundlage eines validierten Fragebogens und stellte fest, dass nach Berücksichtigung der demographischen Faktoren, Lebensstil und familiäre Einflüssen, das Eierstockkrebsrisiko mit zunehmender Häufigkeit und Dauer des gesamten Tee-Verbrauchs sank44.

Tee für die Immunfunktion

  • Forscher des Brigham and Women's Hospital und der Harvard University veröffentlichten vor kurzem neue Daten, die darauf hinweisen, dass Tee eine Komponente enthält, die den Körper dabei unterstützt Infektion und Krankheiten abzuwehren. Das Trinken von Tee könnte ebenfalls das Immunsystem stärken.
  • Die Forscher identifizierten eine Substanz im Tee, L -theanine, die das Immunsystem im Kampf gegen Infektion, Bakterien, Viren und Pilze unterstützt. Eine anschließende klinische Studie am Menschen zeigte, dass bestimmte Immunzellen der Teilnehmer, die in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen fünf Tassen schwarzen Tee am Tag tranken, bis zu vier Mal mehr Interferon absonderten als zu Beginn der Studie. Interferon ist ein wichtiger Teil der körpereigenen Immunabwehr.
  • Der Konsum der gleichen Menge Kaffee für die gleiche Dauer hatte keine Wirkung auf den Interferonspiegel. Die Autoren dieser Studie legen nahe, dass das Trinken von schwarzem Tee das Immunsystem mit einem natürlichen Widerstand gegen mikrobielle Infektionen versorgt45.

Tee für die Mundgesundheit

  • Tee kann auch zur Mundgesundheit beitragen. Die Flavonoide im Tee können die Plaque-bildende Fähigkeit der Mundbakterien verhindern und das Fluorid im Tee kann den gesunden Zahnschmelz unterstützen46,47.
  • Eine aktuelle Studie am New York University Dental Center untersuchte die Auswirkungen von Schwarztee-Extrakt auf die Zahnkariesbildung bei Hamstern. Im Vergleich zu denen, die reines Wasser zur Nahrung bekamen, entwickelten die Hamster, die Wasser mit Schwarztee Extrakt tranken, bis zu 63,7 Prozent weniger Karies48.

Tee und Fettleibigkeit

Vorläufige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Teekonsum eine Wirkung auf das Körpergewicht, auf die Fettbildung und die Insulinaktivität hat. Obwohl es bisher noch zu früh ist, aufgrund der ersten Forschungsergebnisse solide Rückschlüsse zu ziehen, sind die wichtigsten Erkenntnisse bisher:

  • Es wurde festgestellt, dass Grüntee Extrakt den 24 Stunden Energieverbrauch und die Fettverbrennung bei gesunden Männern deutlich erhöht49.
  • Nach drei Monaten Konsum von Grüntee Extrakt durch mäßig übergewichtige Patienten, verringerte sich das Körpergewicht um 4,6 Prozent und der Taillenumfang um 4,48 Prozent50.
  • Die Forscher untersuchten Mäuse, denen für 11 Monate entweder eine fettarme Ernährung, fettreiche Ernährung oder fettreiche Ernährung ergänzt durch 0,1-0,5 Prozent Tee-Catechin zugeführt wurde. Die Wissenschaftler maßen dann das Körpergewicht, die Fettmasse und den Leberfettgehalt und stellten fest, dass die Ergänzung durch Tee-Catechine zu einer signifikanten Reduktion der hohen Gewichtszunahme und viszeralen sowie Leberfettansammlung führte51.
  • Forscher von dem United States Department of Agriculture (USDA) haben eine Studie durchgeführt, um die Insulin-fördernden Eigenschaften von Tee und seinen Komponenten zu untersuchen. Bei einem in-vitro Versuch mit einem Fettzelltest wurde festgestellt, dass Tee, wie er normalerweise konsumiert wird, die Insulinaktivität 15-fach erhöht. Grüner, Schwarzer und Oolong-Tee lieferten alle Insulin-fördernde Ergebnisse. Die Forscher trennten unter Verwendung einer Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie die Komponenten des Tees und fanden heraus, dass verschiedene bekannte Verbindungen im Tee Insulin verbessern, sie helfen Zellen dieses Hormon zu erkennen und darauf zu reagieren - die größte Aktivität wurde durch EGCG ausgelöst, gefolgt von Epicatechingallat, Gerbstoffen, und Theaflavinen52.

Tee und ein geringeres Risiko für Nierensteine

Erhöhte Zufuhr von Flüssigkeiten wird routinemäßig für Menschen mit Nierensteinen empfohlen, um die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens zu verhindern. Eine aktuelle Studie, die 81.093 Frauen acht Jahre lang untersuchte, ergab, dass die Getränkewahl auch Auswirkungen auf die Entwicklung von Nierensteinen haben kann. Die Studie fand heraus, dass der Konsum jeder Acht-Unzen Tasse Tee täglich bei weiblichen Teilnehmern ohne vorheriges Vorkommen von Nierensteinen das Risiko der Entwicklung von Nierensteinen um acht Prozent senken kann. Eine frühere Studie bei 45.289 Männern berichtet eine ähnliche Beziehung, was darauf hindeutet, dass für jede Acht-Unzen Portion Tee täglich ein 14 prozentiger Rückgang bei der Gefahr einer Nierenstein-Entwicklung beobachtet wurde54.

Tee und ein verringertes Risiko von Osteoporose

Obwohl vermutet wird, dass eine hohe Aufnahme an Koffein ein Risikofaktor für reduzierte Knochenmineraldichte (BMD) sein kann, zeigt die Forschung, dass Teegenuss die BMD nicht negativ beeinflusst - es gibt sogar Ergebnisse, die nahelegen, dass Tee auch eine positive Rolle bei der Gesundheit der Knochen spielen kann. Eine Studie, die kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, stellte fest, dass ältere teetrinkende Frauen höhere BMD-Messungen hatten als diejenigen, die keinen Tee tranken. Die Forscher stellten fest, dass die Flavonoide im Tee die Knochenmasse beeinflussen können und, dass Teegenuss das Risiko von Osteoporose55 verringern könnte. Eine weitere aktuelle Studie ergab, dass gewohnheitsmäßiger Teegenuss eine signifikant positive Wirkung auf die Knochendichte bei Erwachsenen hat (30 Jahre und älter), vor allem bei denen, die bereits seit sechs oder mehr Jahren regelmäßig Tee trinken56. Studien an jugendlichen57 und postmenopausalen Frauen58 fanden keinen Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum und Knochengesundheit.

 

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